Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasuredome

Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasured

Beitragvon BladeRunner1974 » Sonntag 15. Juli 2018, 11:18

So um den kommenden Donnerstag rum sollten Mission Impossible 1-5 auf UHD bei mir zuhause eintreffen. Alle im einheitlichen Coverlook, also für Sammler genau das richtige. Ich freu mich wie ein Schnitzel auf die Upgrades und bin mal auf das Remastering gespannt. Diesbezüglich liest man Gemischtes, mal sehen! Reviews von den 4k Fassungen folgen dann in losen Abständen.

Die Reihe hat sich qualitativ von Teil zu Teil gesteigert (sieht man mal von Teil 2 ab), was für eine Filmreihe doch erstaunlich ist. Entsprechend fiebere ich dem sechsten Teil entgegen, welcher anfangs August in den Kinos anläuft und wohl grandiose Action liefern soll. Man kann halten von Tom Cruise was man will, aber der Typ hat’s einfach drauf.

Eben erste Kritiken zu ‚Fallout‘ gesichtet. Durchschnittlich 4.5 von max. 5 möglichen Punkten erreicht der jüngste Spross der Reihe. :clap:

Vorab gibts aber noch Sicario 2 und Antman and the Wasp im Kino, worauf ich mich auch freue, zumal mir Antman und Sicario sowieso seinerzeit sehr gut gefallen haben.
LG Stephan - Cinema Utopia

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Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasured

Beitragvon BladeRunner1974 » Samstag 21. Juli 2018, 16:18

Everest (UHD)

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‚Everest‘ basiert auf einer wahren Geschichte und schildert das tragische Unglück am Mount Everest im Mai 1996, bei dem acht Menschen beim Abstieg vom Gipfel ihr Leben ließen. Der Film ist spannend erzählt und basiert hauptsächlich auf dem Tatsachenbericht des US-Journalisten Jon Krakauer, welcher Teil der verhängnisvollen Expedition war. Der Cast ist namhaft. Die Schauspieler überzeugen denn und man leidet förmlich mit ihnen mit, wenn der Berg sie auf‘s Äußerte prüft. Die Aufnahmen entstanden u.a. im Himalaya. Die Landschaftspanoramen sind denn eindrücklich und untermalen den atmosphärischen Film.

Obwohl nur auf einem 2k DI basierend, weiss die Bildqualität zu überzeugen. So ist das Bild im Vergleich zur Standard-BD schärfer, plastischer und die Farbgebung intensiver, ohne an Natürlichkeit zu verlieren. Keine überragende Präsentation, aber in der Summe ist eine Steigerung auszumachen.

Ebenfalls weiss der Film mit seinen Audioqualitäten zu überzeugen. Wenn bspw. der Sturm an den Flanken des Mount Everest hochpeitscht, tönt das einfach phantastisch. Wuchtig, dynamisch und trotzdem fein auflösend, so soll es sein. Zudem soll die Atmosspur wohl auch richtig überzeugen.

Ein sehenswerter Film also in wirklich guter Qualität. Die Technik ist nicht perfekt, aber eines Upgrades doch würdig. Passt!
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Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasured

Beitragvon BladeRunner1974 » Samstag 21. Juli 2018, 17:09

Der Marsianer (UHD)

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Ridley Scott‘s ‚Der Marsianer‘ erzählt die fiktionale Geschichte des Astronauten und Biologen Mark Watney auf dem Mars, der gestrandet und für Tod erklärt wurde und nun um sein Überleben kämpft und spannenden Einfallsreichtum beweist. Erstaunlich glaubwürdig und unheimlich spassig ist der Streifen inszeniert und in Szene gesetzt. Matt Damon als Mark Watney weiss in seiner Hauptrolle zu 100% zu überzeugen. Trotz stolzer Lauflänge von rund 150‘ ist der Film aus einem Guss und zu keiner Zeit kommt Langeweile auf, ganz im Gegenteil. Zudem ist er scotttypisch sehr schön gefilmt und gut ausgestattet. Die Szenerie auf dem Mars sieht denn einfach fantastisch aus. Toller Film, der auch nach wiederholtem Male schauen einfach Spass macht und zu meinen besseren Sci-Fi Movies gehört.

Die bekannte BD lieferte bereits Referenzqualität. Der UHD wurde nur ein Upscale von einem 2k Master gegönnt. So ist die Schärfe nur unwesentlich besser (jedoch auf konstant sehr hohen Niveau), zeigt aber mehr Tiefenschärfe und macht noch mehr Details sichtbar. Sichtbarster Unterschied ist jedoch die Farbgebung, welche kräftiger und ausgewogener ist. Eine tolle Präsentation mit guten HDR-Effekten also, welche der BD nochmals überlegen ist und das Bild dynamischer erscheinen lässt. Top!

Der Soundmix ist ebenfalls sehr gut. An Dynamik und Feinzeichnung fehlts nicht und es lässt sich erahnen, dass die Surroundebene wohl auch sehr gut funktioniert. Auch beim Ton klar Daumen hoch.

Der Überraschungshit von Ridley Scott weiss einfach zu gefallen und macht richtig Laune. Dazu gesellen sich ein tolles Bild & Ton. Auch hier ein lohnendes Upgrade. Filmverrückter, was willst du mehr?
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Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasured

Beitragvon BladeRunner1974 » Sonntag 22. Juli 2018, 08:50

Transformers (UHD)

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Michael Bay‘s ‚Transformer‘ ist und bleibt Hassliebe pur. Dies betrifft selbstverständlich sämtliche Teile dieser Franchise, die sich ja bekanntlich qualitativ (inhaltlich) nicht wirklich steigerten. Aber fangen wir ganz von vorne an mit dem ersten Vertreter dieses sinnbefreiten Popcornbombasts à la Bay.

Anfang der 80er war es für den kleinen Stephan und seinen jüngeren Bruder jeden Samstag Morgen Pflicht, auf Sky in englischer Sprache ‚Transformers‘ als Cartoon zu schauen. Obwohl ich sprachlich nichts verstanden hatte, war die Faszination und die Liebe zu ‚Transformers‘ riesen gross und hat sich wie ‚Captain Future‘ auch in mein Hirn & Herz eingebrannt. Es gab zu dieser Zeit nichts besseres als diese beiden Serien für mich und Optimus Prime war der Held für mich.

So wurden denn 2007 Kindheitserinnerungen wach, als Bay den ersten Teil ins Kino brachte. 2007 war denn ‚Transformers‘ ein echter Hingucker, sind doch die Autobots und deren Gegenspieler die Decepticons schlicht fantastisch animiert. Die Story trieft vor Patriotismus und könnte glatt als Werbefilm der US Navy herhalten. Die Witze kommen über das Niveau Fäkalhumor nicht hinweg und der Film strotzt mit einer dünnen, mit Logiklöchern übersähten Story. Und doch ist der Film ziemlich rund und unterhaltsam geworden und unterhält auch heute noch, auch wenn der WOW-Effekt sich nicht mehr einstellen will nach mehrmaligem Schauen. Der erste Teil ist und bleibt der Beste mit Bombastaction und mit großartigen Schauwerten, welche um keinen Tag gealtert sind.

Die Standard-BD war bereits Referenz in Sachen Bild. Obwohl enttäuschenderweise allen Teilen nur ein Upscale eines 2k DI‘s gegönnt wurde, legt die Qualität nochmals einen Zacken zu. Gelegentliche Shots könnten krisper und knackiger nicht sein und kitzeln alles aus dem UHD-Format raus. Es finden sich aber auch weichere und mit schlechter fokussierte Shots, welche ziemlich verwaschen rüber kommen. Ein ständiges hin- und her mit teils massig Filmkorn. HDR- Schauwerte gibts zuhauf und die Explosionen kommen sehr dynamisch rüber. Die Farbgebung ist denn nochmals kräftiger und ausgewogener. Insgesamt eine gute, aber in Zeiten von 4k keine perfekte Präsentation.

Die deutsche Soundspur ist eine Enttäuschung und lässt Dynamik in diesem Actionkracher vermissen. Die Surroundebene scheint wohl gefordert, aber im Vergleich zur englischen Atmosspur ist das nur dünn. Die Originalspur hingegen ist in positivem Sinne auf Krawall gebürstet und heizt den Lautsprechern richtig ein. Wow, das geht richtig ab!

Lange hab ich mir überlegt, ob ich mir die Reihe upgraden soll. Denn eigentlich ist es Schund was uns Bay mit dieser Filmreihe hier ablieferte. Aber es ist halt mit geiler Schund und die Covers der 4k Versionen sehen deutlich schöner aus als die der BD‘s. So passt es unter dem Strich, basta!
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Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasured

Beitragvon BladeRunner1974 » Sonntag 22. Juli 2018, 17:36

Transformers - Die Rache (UHD)

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Grösser, lauter und eine hirnverbrannte Story umschreiben den schwächsten Teil der Hasbroreihe ‚Transformers‘ wohl ziemlich treffend. Teil Eins hatte noch sowas wie eine Geschichte, nicht aber Teil Zwei. Wenigstens haben die Transformers mehr Screentime, wurden von deren 14 auf neu 46 Robots hochgeschraubt und hetzen von einer aberwitzigen Materialschlacht zur nächsten. Das kann natürlich ermüden, zumal die Lauflänge von rund 150‘ nicht gerade wenig ist. Der Humor ist denn auch unterste Schublade geblieben und reisst das Ganze nicht raus. Zumindest sieht alles wieder großartig aus und man sieht es dem Film auch an, dass er (so hab ich gelesen) der teuerste je von Paramount produzierte Overkill ist. Wenn ich mir denn zwischendurch mal ‚Transformers‘ gebe, dann kommt dieser hier eher weniger bis gar nie zum Zug.

Die Bildqualität bewegt sich auf gleichem Niveau wie Teil Eins. Subjektiv nehm ich mehr krispe Szenen war. Aber das ist wohl der Lauflänge geschuldet.

Bei der deutschen und englischen Soundspur gilt das gleiche wie bei Teil Eins.

Für mich also der schlechteste Teil und eigentlich entbehrlich - da ich aber auch Sammler bin und mir das Coverdesign eben gut gefällt, musste ich den auch haben. So einfach ist das.
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Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasured

Beitragvon BladeRunner1974 » Sonntag 22. Juli 2018, 21:04

Transformers - Dark of the Moon (UHD)

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Der dritte Teil der Transformers Zerstörungsorgie bietet wieder etwas mehr Story und ein überlanges Finale, in welchem halb Chicago in Schutt und Asche gelegt wird. So ist es denn vorallem die zweite Hälfte des Films, welche gelungener ist und eine spektakuläre Actionszene die nächste jagd. Auch dieser Teil zeigt Überlänge mit rund 155‘ und könnte gerade in der ersten Hälfte straffer inszeniert sein. Geschadet hätte es nicht. Die Sache mit der Mondlandung ist aber ne nette Idee und gibt dem Streifen einen ernsthafteren Storybackground. Für mich nach dem ersten Teil einer der Besten der Reihe.

Das Bild knüpft nahtlos an die beiden ersten Teile an. So haben wir es erneut mit einer gelungenen, wenn auch nicht mit einer perfekten Präsentation zu tun.

Soundtechnisch gilt auch hier das Gleiche wie bei den ersten beiden Teilen.

Michael Bay lieferte mit dem dritten Teil Monumentalaction ab, die an ‚Zerstörungswut‘ ihresgleichen sucht. Auch dieser Teil mit schickem Cover und somit wie Teil Eins ein würdiges Upgrade.
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Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasured

Beitragvon BladeRunner1974 » Montag 23. Juli 2018, 01:05

Transformers - Ära des Untergangs (UHD)

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Der nunmehr vierte Teil der Transformersreihe wagt mit Mark Walberg einen Neustart, ohne dass sich die Franchise dabei neu erfindet. Die allg. Kritiken zu diesem Teil sind eher vernichtend. Ganz so tragisch sehe ich das nicht. Trotz einer viel zu langen Laufzeit von 165‘ find ich den Movie unter dem Strich ganz ok, zumal die Roboaction wieder brachial und sehenswert in Szene gesetzt wurde. Galvatron, die Dinobots, Lockdown und der neu designte Optimus Prime machen Laune beim zuschauen und liefern das, was man letztlich erwartet: eine nicht enden wollende Materialschlacht.

Die Bildqualität ist konsistenter und liefert über weite Strecken ein Topniveau. Die eher weicheren Shots sind weniger häufig und auch das Filmkorn hält sich im Vergleich zu Teil 1-3 in Grenzen. Die Farben haben richtig Punch (bspw. die Laserstrahlen auf dem Alienschiff von Lockdown) und die HDR-Effekte erzeugen mit eine tolle Tiefenwirkung. Spitzenlichter gibts nicht wenige und zeigen mit die Vorzüge des neuen Formats. Insgesamt eine wirklich sehr schöne Präsentation, welche viel zum Sehspass dazu beiträgt. Demomaterial!

Bei der deutschen Soundspur ist man sich mit dem DD-Mix leider treu geblieben. Die englische Atmosspur bleibt das Mass der Dinge analog der ersten drei Teile.

Filmisch nicht der beste, aber dennoch unterhaltssamer Roboclash mit toller Optik und einer bis auf wenige Ausnahmen ausgezeichneten Bildqualität. Hier passt das Upgrade definitiv.
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Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasured

Beitragvon Ralph_1407 » Montag 23. Juli 2018, 16:36

Ich möchte mich an dieser Stelle einfach mal bedanken, dass Du Deine Rezensionen mit uns teilst :clap:
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Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasured

Beitragvon BladeRunner1974 » Montag 23. Juli 2018, 19:08

Das freut mich, dass Du mit meinem Geschreibsel was anfangen kannst. Ist gern geschehen und weitere Reviews sind versprochen. :beer2:
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Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasured

Beitragvon BladeRunner1974 » Mittwoch 25. Juli 2018, 00:39

Pacific Rim (UHD)

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Guillermo del Toro‘s Zerstörungsorgie ‚Pacific Rim‘, in welcher Riesenroboter vs. Kajus sich atemberaubende Kämpfe liefern, ist nun ziemlich exakt 5 Jahre alt. Ich liebe diesen Film und hab ihn denn schon unzählige Male gesehen. Obwohl es eine verrückte und an den Haaren herbeigezoge Story ist, die wohl vornehmlich für ein männliches Publikum konzipiert wurde, macht der Movie auf verschiedenen Ebenen unheimlich Spass. So ist denn der dünne Plot aus einem Guss erzählt und kommt sehr rund und flüssig rüber. Guillermo del Toro ist und bleibt halt ein guter Geschichtenerzähler und weiss das Publikum zu fesseln. Der Cast ist gut gewählt. Charlie Hunman als anfänglich gebrochener Jaegerpilot mimt den Helden und weiss den Film zu tragen. Ein sympathischer Kerl halt, mit dem man sich gerne identifiziert, da er seine Kanten hat und das Herz am rechten Fleck trägt. Sein Mentor Idris Elba ist ebenfalls passend besetzt. Seine Rolle als Marshall und Chef der Jaegertruppen setzt den rebellischen Allüren des Helden einen guten Gegenpart. Die Schauspieler waren eher aus der 2. Reihe gewählt, aber das schadet dem Film in keiner Weise, ganz im Gegenteil. Witzige Side Kicks dürfen ebenfalls nicht fehlen, die del Toro typisch auch ziemlich verschroben daher kommen. Dabei ist gerade Ron Perlman einmal mehr großartig. Die eigentlichen Stars sind jedoch die Jaeger, riesenhafte Roboter, welche durch mind. zwei menschliche Piloten im Kampf gesteuert werden, um die im Verlauf des Films immer größer und fieser werdenden Kajus, alienhafte Riesendinosaurier resp. Monster, mit aller Kraft zurück zu schlagen und die Menschheit zu schützen. Obwohl hier überbordend CGI im Einsatz ist, stört dies nicht. Denn es wirkt alles sehr atmosphärisch und homogen und ist nicht zuletzt auch super animiert, choreografiert und toll gefilmt. Zudem ist das Setdesign sehr vespielt und detailverliebt und trägt viel zur Qualität des Films bei. Man könnte dem Film Pathos anlasten, doch dieser ist weit weniger aufgezwungen als bei der Transformersreihe von Michael Bay. Sicherlich ist ‚Pacific Rim‘ nicht jedermanns Sache und Geschmack. Mich aber stimmt er glücklich und zufrieden und lässt das Kind im Manne jedesmal jubeln.

Die Standard-BD war/ist bereits auf Referenzniveau. Das bloße Upscale der 4k Scheibe weiss aber nochmals einen drauf zu setzen. So ist das Bild unglaublicherweise nochmals etwas schärfer und zeigt die feinen Details und Texturen noch ausgeprägter. Die Tiefenschärfe und Dreidimensionalität sind grandios. Ebenso die HDR-Effekte mit kräftigeren, klarer akzentuierten Farben und einem superben Schwarzwert. Hier stimmt einfach alles. Demomaterial auf Referenznivieau!

Auch audiotechnisch ist die Scheibe top! Sehr dynamisch das ganze dass die Wände wackeln und es einem vor Freude Tränen in die Augen treibt. Die englische Atmosspur soll ebenfalls Referenz sein.

In allen Belangen also eine Toppräsentation, ein Partyfilm halt, der das Upgrade zu recht verdient hat und wohl nie besser aussehen wird. Bin mehr als begeistert!
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Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasured

Beitragvon BladeRunner1974 » Mittwoch 25. Juli 2018, 01:17

Pacific Rim - Uprising (UHD)

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Als die Meldung definitiv war, dass Guillermo del Toro nicht Regisseur des zweiten Teils von Pacific Rim würde, sondern nur ausführender Produzent, standen die Vorzeichen schlecht für einen weiteren genialen Actionkracher. Es war irgendwie klar, dass das Niveau des ersten Films nicht gehalten werden kann. So ist der zweite Teil denn eine Enttäuschung und packt mich nicht im entferntesten wie das superbe Original. Eher als Teenagerfilm à la Power Rangers ausgelegt versucht er cool zu sein, was ziemlich nervt und mmn in die Hosen ging. Die Story und die Charaktere sind austauschbar, stereotypisch und belanglos. Ich könnte das einigermaßen verkraften, wenn denn die Action stimmen würde. Aber bis auf eine Actionsequenz zu Beginn und am Schluss ist da nicht viel. Seltsam! Und der Look und das CGI des Films wirken denn billiger und unausgereifter als noch im ersten Teil und können den Film ebenfalls nicht retten. In der Summe also unterdurchschnittlich, und auch wenn am Ende des Films eine Fortsetzung angeteasert wird, will ich nicht mehr davon sehen. Schade!

Technisch macht der Film eine sehr gute Figur. Die Bildqualität ist zu 95% auf Topniveau und hat Democharakter. Nur vereinzelte Shots zeigen Korn und wirken weicher. Ansonsten wird eine sehr gute Schärfe, aber auch Tiefenschärfe präsentiert. In 4k-Zeiten braucht man keine regulären 3D-Präsentation mehr. HDR-Effekte sind auch hier top. Farbdynamik gefällt sehr gut. Kontrast und Schwarzwert ebenso. Demomaterial halt!

Auch beim Sound gehts hier in die Vollen und steht Teil Eins in Sachen Dynamik, wuchtigen Bässen und einem fein nuancierten Spiel zwischen Sprache, Effekten und Filmmusik in Nichts nach. Auch hier soll die englische Atmosspur Referenzqualität haben.

Den Film braucht man nicht zu kaufen. Da erfreut man sich lieber an Teil Eins. Für Demozwecke taugt er aber durchaus, da Bild & Ton mustergültig sind. Insofern wird meine Enttäuschung abgemildert und er darf in meiner Sammlung bleiben.
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Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasured

Beitragvon BladeRunner1974 » Samstag 28. Juli 2018, 18:28

Interstellar (UHD)

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Christopher Nolan gehört wie für viele von euch wohl auch zu meinen Lieblingsregisseuren. Der Mann produziert Meisterwerk um Meisterwerk, zu welchen definitiv auch ‚Interstellar‘ gehört. Nolantypisch kann es nicht einfach eine simple Geschichte sein, nein, er fordert von seinen Zuschauern höchste Konzentration. So auch hier, zumal der Film auf wissenschaftlichen Erkenntnissen aufbaut und gerade am Schluss richtig komplex ist. Ob ich ihn vollends verstanden habe, weiss ich auch nach mehrmaligem Gucken immer noch nicht. Nicht minder faszinierend ist der Film, einer, über den man gerne nach dem schauen noch rätselt und sich prächtig darüber mit Leuten unterhalten kann. Letztlich ist es die Faszination dessen, was der Film ausstrahlt und verkörpert, und das muss ein Film erstmal schaffen, dass er nicht gleich wieder vergessen geht! Dieses Sci-Fi Epos sieht fantastisch und zugleich geerdet aus. Es wirkt alles sehr realistisch und doch genügend futuristisch. Die Bildsprache ist phänomenal, eine der großen Stärken von Nolan. Man ist mittendrin im Geschehen und kann sich der Kraft der Bilder kaum entziehen. Dabei finde ich das Wechselspiel zwischen Cinemascope und IMAX-Aufnahmen sehr gelungen und flüssig. Der Cast ist top und versammelt hochkarätige Stars und Charaktermimen. Sie sind das i-Tüpfelchen dieses außergewöhnlichen Filmes. Kein Film, den man mal im Vorbeigehen schaut, sondern worauf man sich einlassen muss. Dafür belohnt er mit einer intelligenten, sehr emotionalen und ausgetüftelten Story und verwöhnt mit wunderschönen Bildern. Ein Meilenstein der Filmgeschichte!

Besonders die IMAX-Szenen liefern ein phantastisches Bild und kommen sehr scharf daher. Hingehen wirken die Cinemascopeszenen weicher und heben sich von der Standard-BD nicht wirklich ab. Hier hätte ich von einem 4k-Master mehr erwartet. Da der IMAX-Anteil aber hoch ist, haben wir es mit einer sehr gelungenen Präsentation zu tun, die sehr gute Noten erhält und sehr zu gefallen weiss. So sind die IMAX-Szenen definitiv Demomaterial. Danke Christopher Nolan!

Die deutsche Tonspur kommt wuchtig und dynamisch rüber und fordert den Bassbereich ganz schön. Die Sprachverständlichkeit ist sehr gut und dies ist gut so, denn wenig gesprochen wird nicht. Die Surrounds sollen wohl auch gut gefordert sein, obwohl leider kein Atmosmix vorliegt. Bin denn gespannt wie es mit einem Aufpolierer klingen wird.

Nolan at his Best! Für mich einer der besten Sci-Fi-Filme der jüngeren Zeit. Keine einfache Kost, aber dafür um so faszinierender und betörender. Meiner Meinung nach gehört der in eine seriöse Filmsammlung. Großes Kino!
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Beitragvon BladeRunner1974 » Sonntag 29. Juli 2018, 08:59

Mission: Impossible (UHD)

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Brian De Palmas ‚Mission: Impossible‘ erschien 1996 mit dem damals erst 34 jährigen Tom Cruise und leitete ein neues Zeitalter des ultimativen Actionfilms ein. Aber das konnten die Macher da noch nicht wissen... Der erste Teil ist denn über weite Strecken mehr ein Spionagethriller als ein Actionkracher, mal abgesehen vom Showdown, dem irren Helikopterflug durch den Eurotunnel. Ein klassisches Katz- und Mausspiel halt, das auch heute noch funktioniert und bestens unterhält, auch wenn man DEN Twist halt schon kennt und sich das eine oder andere Logikloch in die Geschichte einschleicht. Man verzeiht es dem Film aber gerne, da er von De Palma überaus routiniert und toll in Szene gesetzt wurde. Die Schauspielerriege kann sich denn ebenfalls sehen lassen und trägt viel zum Charme dieses ersten Teils bei. Altstar Jon Voigt oder auch Jean Reno machen ihre Sache bestens. Auch heute noch ein sehenswerter Film, der den Auftakt zu einer ganz besonderen Filmreihe macht.

Das neue 4k Master tut der Bildqualität mehr als gut. Die Standard-BD war weit entfernt von High Def. Nicht aber die UHD. Zwar werden in Sachen Bildschärfe keine Topnoten erreicht, aber es ist doch erfreulich, was aus dem Bildmaterial an Qualität und Schärfe herausgekitzelt werden konnte. Dabei ist die Präsentation ungemein filmisch gehalten und das dezente Filmkorn stört in keiner Weise. Dolby Vision liefert natürliche Farben und einen guten Schwarzwert. Eine tolle Präsentation also, die das Filmvergnügen merklich steigert.

Leider kann da die deutsche Soundspur nicht mithalten, denn hier fehlt es deutlich an Dynamik. Die Direktionalität, soweit für mich denn beurteilbar, ist auch eher enttäuschend. So ist der deutsche DD-Mix der originalen True-HD Spur in allen Belangen unterlegen.

Trotz dem Soundmakel ein überaus gelungenes Upgrade mit einem wie ich finde sehr schicken Wendecover. Freude herrscht!
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Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasured

Beitragvon BladeRunner1974 » Sonntag 29. Juli 2018, 09:41

Mission: Impossible 2 (UHD)

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John Woo übernahm denn der zweite Teil der Reihe. Und das war/ist schlicht ein Desaster, denn der Film ist eine einzige Lachnummer mit einer Over the Top Action, dümmlichen Dialogen und einer Möchtegern-Coolness, die einfach nur daneben ist. Konnte der erste Teil noch mit Charme und Spannung aufwarten, ignoriert M:I:2 diese Tugenden konsequent und kommt gähnend langweilig und unispieriert daher. Dass er es besser konnte, hat er mit Face/off bewiesen, auch wenn dieser ebenso schlecht gealtert ist. Mit großem Abstand der schlechteste Teil der Reihe, den man getrost aus dem filmischen Gedächtnis streichen kann.

Die Bildqualität schwankt von sehr gut bis mau. Vereinzelte Close Ups sind hervorragend scharf und krisp. Dagegen gibt’s aber auch weichere Shots, die weit vom High Def geschweige denn UHD-Feeling entfernt sind. Filmkorn ist teils massiv und für mich eher störend. Die Farben kommen aber satt rüber. HDR macht Laune und setzt bspw. bei Explosionen gekonnt Akzente. Sieht man mal vom Korn und den teils weicheren Shots ab, liegt eine gute Präsentation vor. Einen Vergleich zur BD kann ich nicht machen, denn ich hatte den Film bis dato nicht in meiner Sammlung.

Die deutsche DD-Soundspur kommt dynamischer als in Teil eins rüber. Dass es aber deutlich besser geht, zeigt auch hier die originale True-HD Spur, welche wohl Referenzqualitäten haben soll.

Ich hab den Film nur des Sammlertriebes wegen gekauft. Das Beste am Film ist das wiederum schicke Wendecover. Das war‘s denn aber auch schon. Leute, welche das Sammlergen nicht ihr eigen nennen, können getrost einen großen Bogen um diese filmische Katastrophe machen.
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Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasured

Beitragvon BladeRunner1974 » Sonntag 29. Juli 2018, 10:29

Mission: Impossible 3 (UHD)

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Der dritte und bisher zweitschwächste der Reihe wurde von J.J. Abrams inszeniert in typischer Wackelkameramanier. Obwohl die Story mitunter recht düster ist, und Tom Cruise übermäßig viel leiden muss und auch mal scheitern darf, ist der Film ganz ok, kommt aber nicht an die Qualitäten von Teil 1, 4&5 heran. Zu gehetzt wirkt der Film denn manchmal. Der Bösewicht, toll gespielt durch den leider viel zu früh verstorbenen Philip Seymour Hoffman, ist aber ein Highlight und trägt die eher dünne Story gut. An teils überbordender Action mangelt es nicht und so ist der Film nette Kost für Zwischendurch. Cruise weiss zu gefallen und erste zarte selbstironische Momente sind wahrzunehmen, die mit stilprägend für Teil 4&5 sind.

Die Bildqualität ist qualitativ auf gleichem Niveau wie die der ersten beiden Teile. Close Ups zeigen eine gute Schärfe und die Farbgebung kommt kräftig und natürlich rüber. Auch hier ein gutes, aber kein spitzenmässiges Bild, welches nur unwesentlich besser als jenes der bekannten Standard-BD ist.

In Sachen deutscher Tonspur liegt auch hier leider nur ein DD-Mix vor, der ggü. der True-HD Spur des Originals in Sachen Dynamik wiederum abfällt. Ärgerlich.

Obwohl nur durchschnittliche Kost weiss der Film über weite Strecken zu gefallen und zu unterhalten. Upgrade passt für mich, nicht zuletzt auch wegen dem schönen Wendecover.
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Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasured

Beitragvon BladeRunner1974 » Sonntag 29. Juli 2018, 11:18

Mission: Impossible 4 - Phantom Protokoll (UHD)

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Brad Bird inszenierte den vierten Teil und schuf dabei einen tollen, spannenden, mit erstklassiger Action ausgestatteten Film, welcher auch nach mehrmaligem Schauen bestens unterhält. Let’s really start, werden sich Cruise & Co. wohl gedacht haben. So markiert M:I:4 nun das, was man mit der Franchise heute verbindet: superbe, atemraubende Action, verpackt in eine runde, mit unter selbstironische, sich nicht allzu erstnehmende Story mit einem bestens aufgelegten Cast und tollen Locations. Als Schwachpunkt könnte man den Bösewicht sehen. Könnte, denn letztlich trübt das den Sehspass mmn gar nicht. Man kann von Tom Cruise ja halten was man will, aber einmal mehr beweist er, dass ihm in Sachen Action keiner so schnell das Wasser reichen kann. Unglaublich denn, dass der verrückte Kerl seine Stunts auch alle selbst macht, hierfür mitunter monatelang trainiert und sich für nichts und wieder nichts zu schade ist. Schon alleine dies ist ein Alleinstellungsmerkmal dieser Filmreihe und entsprechend bewundernswert.

Wow, eine top 4k Präsentation. Wie der Film, so das Bild. Das Bild ist mitunter gestochen scharf und äußerst plastisch. Die natürliche Farbgebung, die HDR-Effekte, hier passt einfach alles. Die Colorierung während des Sandsturms bspw. ist ein Gedicht. Eine Demomaterialpräsentation, die nur ganz selten etwas weicher rüberkommt und deshalb knapp an der Höchstnote vorbeischrammt.

Beim Ton hingegen das gleiche Trauerspiel wie in den voran gegangenen Teilen. Echt schade! Bin gespannt, ob ein Aufpolierer gerade bei der Sandsturmszene nochmals mehr Atmosphäre schaffen mag.

Was für ein Upgrade eines sehr gelungenen Actionfilms mit Cruise & Co. in Bestform. Und wieder das schicke Wendecover, was einfach nur Freude macht. Top!
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Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasured

Beitragvon BladeRunner1974 » Sonntag 29. Juli 2018, 12:01

Mission: Impossible 5 - Rogue Nation (UHD)

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Christopher McQuarrie, der mit Tom Cruise zusammen auch schon den vorzüglichen Jack Reacher produzierte, zeichnet sich denn verantwortlich für den für das Heimkino jüngsten Teil der Marke M:I. Der fünfte Ableger ist denn auch mein Liebster bis dato. M:I:4 konnte nochmals etwas getopt werden, was eigentlich gar nicht möglich schien. Ungemein intensiv, spannungsgeladen und mit halsbrecherischer Action vollgepflasterter Film mit einem wiederum wunderbaren, bestens aufgelegten Cast und diesmal mit einem wirklich guten Bösewicht. Der Film macht denn höllisch Spaß, auch nach mehrmaligem gucken. Dass auch in diesem Teil Cruise seine Stunts wieder selber machte, ist eine Erwähnung wert und verdient Respekt. Alleine die anfängliche Szene am/im Flugzeug gereichte in manch anderem Film als Höhepunkt, nicht aber in diesem Spektakel. 1A, was hier von A-Z abgeliefert wurde, weshalb man sich besonders auf den kommenden Teil ‚Fallout‘ freuen darf. Der soll ja nochmals einen drauf setzen, was man nach M:I:5 nicht glauben mag. Halleluja!

Leider fällt die Bildqualität zu Teil 4 ab und kommt weniger krisp und knackig daher. Kein schlechtes Bild in der Summe, aber auf Grund des sichtbareren Korns und der weicheren Shots kein Augenöffner. Schade, hier hätte ich mir doch deutlich mehr erhofft. So liegt die Qualität der Präsentation wohl etwas über der bekannten BD und kann vorallem mit der Farbgebung, die nun natürlicher und auch satter rüber kommt, sich abheben. Aber eben, 4k kann besser, insbesondere bei einem neueren, modernen Film wie der hiesige.

Auch beim Ton bleibt alles beim alten und lässt in deutsch Dynamik vermissen. Auch hier wäre die englische Originalspur zu bevorzugen.

Der für mich beste Teil der Reihe enttäuscht rein technisch etwas. So scheint ein Upgrade nur bedingt gerechtfertigt. Wer das etwas bessere Bild sucht, kann hier zugreifen, zumal auch hier das Wendecover gelungen ist und sich nahtlos im Design an Teil 1-4 orientiert.
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Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasured

Beitragvon BladeRunner1974 » Donnerstag 2. August 2018, 13:54

Backstock Classics: Lawrence von Arabien (BD)

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Ich möchte bei meinen Reviews nicht nur auf aktuell erworbene Filme u/o 4k-Upgrades eingehen, sondern auch diverse Perlen aus meinem Backstock näher beleuchten (‚Backstock Classics‘). Und da gibt es ziemlich viele von :wink: ...

Also starten wir mal mit einem absoluten Klassiker der Filmgeschichte:

David Lean's 'Lawrence von Arabien' gehört zum Besten, was je im Kino gezeigt wurde. Der 1962 produzierte und das schließlich 1963 veröffentlichte Kriegs- und Abenteuerepos wurde mit 7 Oscars geehrt, wovon keiner zuviel war. Der 216‘ lange Movie zeigt die grandios in Szene gesetze Odyssee des englischen Offiziers Thomas Edward Lawrence, welcher während des 1. Weltkrieges in jungen Jahren von seinen Befehlshabern auf die arabische Halbinsel gesandt wurde, um die zerstrittenen Araber zu einen und davon zu überzeugen, mit Waffengewalt gegen die übermächtig werdenden Türken in dieser Region vorzugehen. Dass Lawrence letztlich nicht mehr die Interessen des englischen Militärs verfolgt, sondern immer mehr mit der arabischen Kultur und deren Gepflogenheiten verschmilzt, ist dabei nur eine von vielen spannenden Facetten dieses sehr unterhaltsamen Films. Historisch wohl nicht zu 100% korrekt, fesselt der Film als Drama, Charakterstudie, Kriegsepos und Abenteuerfilm zugleich. Steven Spielberg meinte einmal, dass ein solcher Film heute gar nicht mehr funktionieren würde, womit er leider wohl recht hat. Umso schöner bleiben uns diese Klassiker auf Disc erhalten. David Lean gehört zweifelsohne zu den besten Regisseurn seit Anbeginn des Films. Lean war bekannt für seine monströsen Filmprojekte (Lawrence von Arabien, Die Brücke am Kwai, Doktor Schiwago, um nur die Bekanntesten zu nennen), die jedes Filmstudio kostentechnisch zum schwitzen brachte. 15 Mio. USD kostete dieses Werk. Inflationsbereinigt könnte dieser Streifen mit heutigen Hochglanzblockbusterproduktionen locker mithalten. Dem Film sieht man denn jeden Penny an. Gedreht wurde natürlich mit an Originalschauplätzen. Wunderschön und detailverliebt ausgestattet und mit in Kriegsszenen eindrücklichen Massenszenen muss der Film wohl ein logistischer und organisatorischer Horror gewesen sein. Die Landschaftsaufnahmen gehören zu den eindrücklichsten und schönsten der Filmgeschichte; und noch nie wurde ein Sonnenaufgang schöner und intensiver in Szene gesetzt als hier. So nimmt sich denn der Film gerade in diesen Szenen sehr viel Zeit, und wo man sich in anderen Filmen ein strafferes Tempo wünschte, kann man sich hier nicht genug satt sehen. Peter O‘Toole hat sich in der Rolle des Lawrence verewigt. Der Spagat zwischen verrücktem Fanatismus, zerbrechlicher und zugleich überheblicher Person mit homophoben Zügen, gelingt ihm großartig. Auch der übrige Cast gehörte zur dannzumaligen Zeit mit zum Besten, was Hollywood aufbieten konnte. Sir Alec Guinness, Omar Sharif oder Anthony Quinn zählen denn mit zur Darstellerriege und brillieren in ihren Rollen ebenso wie Peter O‘Toole. Heute würde man der Rolle von Sir Alec Guinness, der den arabischen Prinzen Feisal mimt, White Washing vorwerfen. Doch das verzeiht man dem Klassiker gerne und geniesst einfach das Schauspiel dieser Schauspielerlegende. ‚Lawrence von Arabien‘ ist ein Film, den man als Filmliebhaber einfach gesehen haben muss und in meiner Sammlung definitiv zu meinen Liebsten gehört. Ein Meisterwerk durch und durch - Punkt!

Das remasterte Bild ist schlicht Referenz! Der nunmehr 56-jährige Film sieht fantastisch auf dem BD-Format aus. Was hier an Schärfe, aber vorallem Dreidimensionalität resp. Tiefenschärfe rausgekitzelt wurde, ist schlicht phänomenal. Dem Alter entsprechend ist vorallem in hellen großen Flächen mit starkes Filmkorn auszumachen, aber das stört hier für einmal nicht im geringsten und unterstreicht den überaus filmischen Look dieses Prachtstreifens. Die Farben sind warm und mit sehr kräftig gehalten - ein Fest für die Sinne! Eine Toppräsentation, die so manch neuzeitliche Produktion locker in die Tasche steckt und eindrücklich beweist, wieviel Qualität aus altem Filmmaterial herausgekitzelt werden kann. Demomaterial ohne wenn und aber!

Die deutsche DD 5.1 Tonspur tönt im Vergleich zur englischen Originalversion in DTS-HD Master 5.1 ziemlich flach und wenig dynamisch. Die englische Spur hingegen tönt großartig und überzeugt mit ordentlich Wumms, Dynamik und Feinauflösung. Ob die Surroundebene gefordert ist, kann ich leider noch nicht abschließend beurteilen, meine aber zu erahnen, dass diese wohl auch für ein Film dieses Alters zu überzeugen vermag.

Ein Meilenstein der Filmgeschichte also, welcher mmn unbedingt in jede gut sortierte Filmsammlung gehört. Eine spannende und epische Geschichte sowie betörende Landschaftsaufnahmen machen ihn unvergessen und man hat Lust ihn in unregelmäßigen Abständen immer wieder zu schauen resp. zu bewundern. Dazu gesellen sich eine sensationelle Bild- und überzeugende ‚O-Ton‘ Tonqualität, die Freudentränen garantieren. Filmliebhaber, was willst Du mehr?
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Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasured

Beitragvon BladeRunner1974 » Freitag 3. August 2018, 08:39

Backstock: The Wire (BD)

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The Wire ist eine US-amerikanische Krimi-Drama-Fernsehserie, die von 2002 bis 2008 in Baltimore (Maryland) gedreht wurde. Autor ist der ehemalige Polizeireporter David Simon, der schon die Vorlage zur Krimiserie Homicide schrieb. Gegenstand der Serie ist die Realität der postindustriellen US-amerikanischen Stadt und des US-amerikanischen Gemeinwesens. Dazu wird vor allem der Drogenhandel in Baltimore dargestellt, unter anderem aus der Sicht von Polizisten mit verschiedenen Diensträngen, Kriminellen, Drogensüchtigen, Lehrern, Politikern und Journalisten. Der Name der Serie (engl. für Draht/Kabel, auch: Abhörgerät) spielt auf das systematische Abhören der Telefone der Verdächtigen an. Die darauf fußenden methodischen und geduldigen Ermittlungen werden als überlegen gegenüber der üblichen Arbeitsweise der Polizei in Baltimore dargestellt. (Quelle: Wikipedia)

‚The Wire‘, die beste Serie aller Zeiten, ist nicht einfach in Worte zu fassen. Hier wird nicht der Mainstream bedient, weshalb die HBO-Serie beim Publikum unterging und nur mäßig erfolgreich war. Nur die Kritiker haben die Serie geliebt und zurecht mit Lobeshymnen überhäuft. Ich behaupte mal, dass auch hier die wenigsten die Serie kennen geschweige denn in Gänze gesehen haben. Oder es gibt solche, die sich ein zwei Folgen angeschaut haben und dann ernüchternd aufgegeben haben...

Es wird einem als Zuschauer ziemlich viel abverlangt. Höchste Konzentration ist denn gefordert, denn die Serie erklärt nur das nötigste. Die Story ist komplex und sehr vielschichtig. Wer dran bleibt, erfährt aber sehr viel über die verrottete Gesellschaft Baltimores, dieser 620000 Einwohner umfassenden Hafenstadt im Osten der USA, welche die zweit höchste Mordrate unrühmlich zur Schau stellt. Wenn man die Serie zu Ende geschaut hat, versteht man das Wahlsystem der USA, versteht die Strukturen der Justiz und des Polizeiapparates, kriegt einen ungeschönten Blick in das amerikanische Schulsystem und versteht die Macht, welche vom geschriebenen Wort ausgehen kann. Aber vorallem wird einem der tägliche Überlebenskampf an verschiedenen Fronten gezeigt, die Ohnmacht und die akribische Kleinstarbeit, mit welcher die Polizei meist vergebens versucht der Gewalt und dem Drogenhandel Herr zu werden, zeigt die Kids auf der Strasse, die nicht Kind sein dürfen und schon früh in eine gewalttätige Welt eintauchen, die kein Kind oder Erwachsener je zu Gesicht bekommen sollte, zeigt das organisierte Verbrechen, was über die gewöhnlichen Strassengangs hinaus geht, zeigt eine Gesellschaft, welche schon längst resigniert hat und sich von Washington verraten und vergessen fühlt, kurz, es zeigt das nackte, ungeschönte Leben mit von seiner hässlichsten Seite. ‚The Wire‘ ist aber nicht nur nachdenklich und mitunter verstörend, sondern auch durch feinsinnigen Humor geprägt. Es darf gelacht und geflucht werden, Sex in all seinen Ausprägungen gezeigt werden, halt eben so, wie das Leben sich jeden Tag von neuem gibt. Es ist wohl eine der realistischsten Fernsehshows, welche je produziert wurde.

Getragen wird die Serie durch ein vorzügliches Schauspielerensemble. Idris Elba bspw. kennt man. Der aufmerksame Zuschauer wird viele Gesichter wieder erkennen und mit dem einen oder anderen Kinofilm in Verbindung bringen. Die Schauspieler müssen sich nicht mit dümmlichen Dialogen quälen und scheinen ihre Rollen sichtlich zu leben. Man gewinnt schnell seine Lieblinge, und das müssen nicht nur ‚good guys‘ sein.

Abschließend nun die Vorstellung der einzelnen Staffeln:

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Staffel Eins (Achtung: Spoiler)

Die erste Staffel verfolgt die Arbeit einer Sonderkommission der Polizei von Baltimore gegen den Drogenring Avon Barksdales und seiner „Nummer Zwei“ Stringer Bell. Nachdem ein Mordprozess gegen D’Angelo Barksdale, den Neffen von Avon Barksdale, an einer eingeschüchterten und daher falsch aussagenden wichtigen Zeugin scheitert, beschwert sich der frustrierte Mordermittler Jimmy McNulty bei dem zuständigen Richter Daniel Phelan. Aufgrund des politischen Einflusses von Phelan sieht sich die Polizeiführung gezwungen, eine Sonderkommission einzurichten. Zugleich erhält McNulty den Ruf eines Störenfriedes und fällt bei Kollegen und Vorgesetzten in Ungnade. Die Leitung der Sonderkommission überträgt die Polizeiführung dem aufstrebenden Lieutenant Cedric Daniels, stellt ihm jedoch nur ein Kellerbüro mit unzulänglicher Personal- und Sachausstattung zur Verfügung; einige der zugewiesenen Beamten sind unfähig oder unwillig, einer ist Alkoholiker.

Barksdale wird verdächtigt, den Drogenhandel im Westen Baltimores zu kontrollieren und dabei auch Morde zu befehlen. Die Polizei verfügt kaum über Erkenntnisse, nicht einmal das Aussehen Avon Barksdales ist bekannt. Erschwerend für die Ermittlungen des Teams sind außerdem neben dem allgemeinen Misstrauen der Anwohner gegenüber der Polizei die politischen Ränkespiele innerhalb der Polizeibehörde. Der Polizeispitzel Bubbles, ein Drogensüchtiger, kann jedoch einige wichtige Informationen liefern.

D’Angelo Barksdale wird nach dem Prozess dazu verdonnert, den Drogenverkauf in den wenig ertragreichen „Projects“, einer zum Ghetto gewordenen Sozialsiedlung, zu leiten. Dabei nimmt er den Jungen Wallace unter seine Fittiche. Neben den polizeilichen Ermittlungen macht den Barksdales der Gangster Omar Little das Leben schwer. Nachdem Omar mehrere Drogenverstecke überfallen hat, wird sein Liebhaber von Avon Barksdales Männern grausam zu Tode gefoltert und seine Leiche in den Projects zur Schau gestellt. Omar Little beginnt daher einen Rachefeldzug, für den er kurzzeitig mit den Ermittlern zusammenarbeitet. Wallace, der eine Mitschuld an dem Mord trägt, versucht sich von den Projects zu lösen, kehrt aber zurück und wird auf Avon Barksdales Befehl von seinen eigenen Freunden hingerichtet. Mit Hilfe der Stripperin Shardene, die eine Affäre mit D’Angelo unterhält, kann die Sonderkommission einen Stripclub, das Hauptquartier der Barksdales, infiltrieren und D’Angelo während eines Kokaintransportes aus New York festnehmen. Die Nachricht von Wallaces Tod bewegt ihn dazu, gegen seinen Onkel aussagen zu wollen, seine Mutter stimmt ihn jedoch um.

Am Ende der Ermittlungen wird D’Angelo zu 20 Jahren Haft verurteilt, Avon Barksdale muss sieben Jahre absitzen. Obwohl auch mehrere Vollstrecker der Barksdales tot oder inhaftiert sind, läuft der Drogenhandel unter Avons Stellvertreter Stringer Bell weiter, während die erfolgreiche Sonderkommission aufgelöst und ihre aufsässigen Mitglieder, wie McNulty, strafversetzt werden.
(Quelle: Wikipedia)

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Staffel Zwei (Achtung: Spoiler)

Die Umgebung der zweiten Staffel ist der Hafen von Baltimore. In einem Frachtcontainer werden 13 tote Frauen entdeckt. McNulty, strafversetzt auf ein Polizeiboot, erkennt einen Zusammenhang mit der Leiche einer Unbekannten, die er und ein Kollege aus dem Wasser gefischt hatten. Dank seiner Hartnäckigkeit muss sich die Mordkommission der Morde annehmen. Die Frauen sollten als Prostituierte für eine Organisation anschaffen, die von dem „Griechen“ geleitet wird. Dieser nutzt die finanziellen Nöte der Hafenarbeitergewerkschaft unter Frank Sobotka aus, um neben Frauen Drogen und gestohlene Güter ins Land zu schmuggeln. Sobotka versucht, für die Gewerkschaft politischen Einfluss zu erkaufen um die Finanzierung von Bauprojekten einzuwerben. Diese sollen den Hafen attraktiver machen und der drohenden Gentrifizierung entgegenwirken. Einer von Sobotkas Helfern ist sein besonnener Neffe Nick. Beide versuchen, den unbesonnenen und exzentrischen Ziggy außen vor zu lassen. Ziggy, Sobotkas Sohn, wird von seinen Arbeitskollegen gemobbt und von den Gangstern verlacht. Seine Versuche Akzeptanz zu finden, werden im Laufe der Staffel immer verzweifelter. Sie münden in dem Mord an einem der Männer des Griechen, wofür er ins Gefängnis kommt.

Gleichzeitig hat sich Sobotka das Missfallen des ranghohen Polizeibeamten Stan Valchek zugezogen, weswegen eine Sonderkommission eingerichtet wird, um gegen Sobotka und die Gewerkschaft zu ermitteln. Als klar wird, dass Sobotka mit den Morden in Verbindung stehen könnte, werden die Ermittlungen mit der Mordkommission zusammengelegt. Sobotka kann wegen Schmuggel angeklagt und der Mord an den Frauen aufgeklärt werden. Auch wird ein Teil der Männer des „Griechen“ verhaftet. Die Führung der Organisation kann jedoch durch einen Spitzel beim FBI rechtzeitig untertauchen. Sobotka erklärt sich bereit, den Behörden alles über den Griechen und dessen Organisation zu erzählen, um seinem wegen Mordes angeklagten Sohn zu helfen. Ein Angebot des Griechen an Sobotkas Neffen Nick, der durch Manipulation eines Zeugen Ziggys Freispruch erwirken könnte, lehnt Sobotka ab. Sobotka wird daraufhin von der Organisation des Griechen, die durch den FBI-Spitzel kurz vor dem Treffen mit ihm über seine Kooperation mit der Polizei informiert wurde, ermordet.

Das Syndikat des inhaftierten Avon Barksdale hat bei seinem Drogenhandel mit Qualitäts- und Nachschubproblemen zu kämpfen. Stringer Bell, der nach Rücksprachen mit Avon Barksdale das operative Geschäft leitet, entschließt sich deshalb, eigenmächtig und ohne Barksdales Wissen vom East-Side-Konkurrenten Proposition Joe Ware zu beziehen. Proposition Joe, der die Drogen über den „Griechen“ bezieht, erhält im Gegenzug einen Teil des Barksdale-Territoriums. Als Avon davon erfährt, dass Proposition Joe in sein Gebiet vordringt, engagiert Avon den distinguiert auftretenden New Yorker Auftragsmörder Brother Mouzone um das verlorene Gebiet zurückzuerobern. Stringer wiederum sieht durch das Erscheinen Brother Mouzones die Kooperation mit Proposition Joe in Gefahr. Da Stringer jedoch weder seine eigenen noch Proposition Joes Leute die Situation mit Brother Mouzone klären lassen kann, hetzt Stringer Omar Little auf Mouzone.

D’Angelo Barksdale, der zusammen mit Avon im gleichen Gefängnis inhaftiert ist, wendet sich derweil immer mehr von seinem Onkel und der Familie ab. D’Angelos Verhalten belastet zunehmend Avon und dessen Schwester, worin Stringer ein Problem für die Organisation und deren Handlungsfähigkeit sieht. Aus diesem Grund lässt Stringer D’Angelo ermorden. Da der Mord als Suizid inszeniert wurde, ahnt Avon nichts davon, dass Stringer hinter der Tat steckt.
(Quelle: Wikipedia)

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Staffel Drei (Achtung: Spoiler)

Durch den Abriss der Hochhäuser in den Projects hat die Barksdale-Organisation einen Großteil ihres Territoriums verloren, wodurch sie ihre Drogengeschäfte wieder auf die Straßen West-Baltimores verlagern muss. Stringer Bell überzeugt die anderen Drogensyndikate der Stadt, sich an dem gemeinsamen Liefernetzwerk zu beteiligen, welches er zusammen mit Proposition Joe aufgebaut hat. Ebenso investiert Stringer vermehrt in den Kauf von Grundstücken und Immobilien, um das Geld aus den Drogengeschäften zu waschen und sich politischen Einfluss zu verschaffen. Avon Barksdale, der mittlerweile vorzeitig auf Bewährung entlassen wurde, sieht Stringers Investitionen und die Kooperation mit Proposition Joe jedoch kritisch. Die Beziehung zwischen den beiden Anführern wird ebenfalls durch Stringers Geständnis, D’Angelos Mord beauftragt zu haben, belastet. Erschwert wird die Situation durch den Aufstieg des jungen Drogenbosses Marlo Stanfield, der einen Teil von Barksdales Gebiet erobert hat. Avon nimmt dies als Anlass, einen von Stringer nicht befürworteten Krieg gegen Stanfield zu beginnen. Währenddessen verbünden sich Brother Mouzone und Omar gegen Barksdale. Als Avon von Mouzone den Grund dafür erfährt, verrät er Stringer Bell an die beiden. Mouzone und Omar erschießen Stringer daraufhin. Zuvor hatte Stringer Bell die Polizei über den geheimen Aufenthaltsort von Avon informiert. Kurze Zeit später stürmt die Polizei Avons Versteck und verhaftet ihn. Barksdale muss wegen Verstoßes gegen seine Bewährungsauflagen wieder ins Gefängnis.

Durch die steigende Kriminalitätsrate in Baltimore wird die Polizeiführung zunehmend vom Rathaus unter Druck gesetzt. Die District Commander werden durch ausführliche Statistiken von der Führung zum Handeln gezwungen. Der kurz vor der Pensionierung stehende Major Howard „Bunny“ Colvin richtet daraufhin in seinem Western District drei inoffizielle Duldungszonen für den Drogenverkauf ein und kann dadurch die Kriminalitätsrate massiv senken und die Lebensqualität in seinem Distrikt drastisch erhöhen. Als seine illegale Strategie publik wird, führt das zum Ende des Experiments sowie zu seiner Degradierung und letztendlich zum Ende seiner Polizeikarriere.

Die Einheit von Cedric Daniels versucht, durch das Abhören von Telefonaten weiter an Beweismaterial gegen Stringer Bell und die Barksdale-Organisation zu gelangen. Durch die Verwendung von nur kurzzeitig genutzten Einwegmobiltelefonen hält sich der Erfolg allerdings in Grenzen, woraufhin die Einheit kurz davor steht, zu einem anderen Fall abgezogen zu werden. Durch die Hilfe von Major Colvin und McNultys Nachforschungen zu Stringer Bells Immobiliengeschäften kann die Abhöraktion jedoch weiter fortgesetzt werden. Ebenso ermöglicht die Zusammenarbeit mit dem FBI und dem Mobilfunkbetreiber das Abhören der Einwegtelefone. Am Ende kann Avon Barksdale verhaftet werden, und Daniels wird zum Major und Leiter des Western Districts befördert. Nach der Verhaftung von Barksdale und Stringers Tod beendet McNulty seinen Dienst bei der Abhöreinheit und arbeitet wieder als Streifenpolizist im Western District.

Der junge idealistische und sehr ehrgeizige Stadtrat Thomas „Tommy“ Carcetti sieht durch die Probleme in Baltimore die Möglichkeit, als Bürgermeister zu kandidieren. In der überwiegend von Schwarzen bewohnten Stadt stehen die Chancen für den weißen Carcetti jedoch schlecht. Ebenso will sich der aktuelle schwarze Amtsinhaber Clarence Royce wiederwählen lassen. Carcetti nutzt daraufhin seine Freundschaft zum schwarzen Stadtrat Tony Gray, um diesen zur Bürgermeisterkandidatur zu überreden. Durch die Manipulation Grays hofft Carcetti, dass sich die Stimmen der schwarzen Bevölkerung zwischen Royce und Gray aufteilen. Gleichzeitig holt er sich mit Theresa D’Agostino eine erfahrene Wahlkampfmanagerin aus Washington, die ihn berät. Während einer Stadtratssitzung, in der sich die Polizeiführung zu den durch Major Colvin errichteten Drogenduldungszonen äußert, hält Carcetti eine leidenschaftliche Rede über den Krieg gegen Drogen. Tony Gray erkennt daraufhin, dass Carcetti selbst die Absicht hat, als Bürgermeister zu kandidieren.
(Quelle: Wikipedia)

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Staffel Vier (Achtung: Spoiler)

Nach Stringer Bells Tod und der Gefängnisstrafe für Avon Barksdale kontrolliert Marlo Stanfield den Großteil des Drogenhandels in West-Baltimore. Da sich Marlo noch immer weigert, dem Liefernetzwerk von Proposition Joe beizutreten, verrät Joe ihn an Omar. Nachdem Marlo daraufhin von Omar ausgeraubt wird, tritt er Proposition Joes Koop bei. Im Gegenzug informiert Joe ihn über die Ermittlungen, welche die Polizei gegen Marlo führt. Marlo wiederum hilft Joe beim Beseitigen von New Yorker Gangs, die in Joes East Side vorgedrungen sind. Als Omar erneut zuschlägt und diesmal eine komplette Lieferung von Rohheroin erbeutet, welche für die Koop bestimmt war, beginnt sich Marlo für Joes Lieferanten, die „Griechen“, zu interessieren.

Für die Schüler Duquan, Namond, Randy und Michael beginnt ihr achtes Schuljahr. An derselben Schule tritt der ehemalige Polizeiermittler Roland „Prez“ Pryzbylewski seine neue Stelle als Lehrer an. Sowohl der Umgang mit seiner Klasse, besonders den Problemfällen, als auch die Präferenz der Schulleitung, den Unterricht auf gute Ergebnisse bei den Abschlusstests auszurichten, bereiten ihm Schwierigkeiten. Er kümmert sich fürsorglich um Duquan, der aufblüht, den Ausbruch aus dem Drogenmilieu aber nicht schafft. Einige der besonders schwierigen Schüler, darunter Namond, werden in einem Modellversuch der Universität gesondert unterrichtet. Als Berater dient der ehemalige Major Colvin. Er erkennt das Potenzial von Namond, kann dessen Respekt erringen und ihn dem schlechten Einfluss seiner Mutter entziehen. Randy verdient sich mit dem Verkauf von Süßwaren in der Schule etwas dazu, bis sein schlechtes Urteilsvermögen und ein Fehler von Detective Thomas „Herc“ Hauk ihm den Ruf einbringen, ein Verräter zu sein. Dieser Ruf führt zu einem Brandanschlag auf seine Pflegemutter und Randy landet, trotz Bemühungen durch Sergeant Ellis Carver, in einer Wohngruppe. Michael, dessen drogenabhängige Mutter alles tut, um an Geld zu kommen, kümmert sich fürsorglich um seinen kleineren Halbbruder „Bug“. Als sein Stiefvater, der ihn offenbar früher sexuell missbraucht hat, aus dem Gefängnis entlassen wird und wieder bei der Familie einzieht, bittet Michael Marlo Stanfield um Hilfe. Marlos Leute töten darauf den Stiefvater und Michael schließt sich Marlos Gang an.

Stadtrat Thomas „Tommy“ Carcetti tritt im Primary der Demokraten gegen Bürgermeister Clarence Royce an, und schafft es, mit dem Kampagnenthema „Kriminalität“ zu gewinnen. Carcetti beginnt nach seinem Wahlsieg einige Positionen in der Polizei neu zu besetzen und motiviert die Polizeibeamten für eine neue Zeit der Verbrechensbekämpfung. Unter anderem wird der Aufgabenbereich des, unter Ex-Bürgermeister Royce sehr ergebenen, Polizeichef Burrells eingeschränkt. Cedric Daniels wird zum Colonel befördert und Chef der Kriminalpolizei. Carcettis Wahlversprechen drohen jedoch wegen einer für ihn überraschenden Budgetkrise im Schulbereich nicht umgesetzt werden zu können.

Marlo Stanfields Aufstieg, ohne dabei scheinbar Leichen und damit Beweismittel zu hinterlassen, lassen die Ermittlungen der Abhöreinheit ins Stocken geraten. Neben den Ermittlungen gegen Stanfield, untersuchen die Detectives auch den Geldfluss der Barksdale-Spenden. Als die Einheit richterliche Verfügungen gegen ranghohe Politiker und einflussreiche Geschäftsleute erwirkt, schreitet Polizeichef Burrell, vor allem in Anbetracht des Bürgermeisterwahlkampfs, ein und stoppt die Ermittlungen. Die Detectives Lester Freamon und Shakima „Kima“ Greggs werden daraufhin zur Mordkommission versetzt. Der Rest der Einheit wird ebenfalls ausgetauscht und mit Durchführungen von wenig effizienten Razzien beauftragt. Daniels ruft nach seiner Beförderung zum Colonel die Abhöreinheit wieder ins Leben, um die Ermittlungen gegen Marlo Stanfield weiterzuführen. Durch einen Hinweis des Schülers Randy, findet Lester in einem leerstehenden Haus eine Leiche. Daraufhin werden weitere Häuser durchsucht und noch weitere 21 Leichen gefunden.
(Quelle: Wikipedia)

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Staffel Fünf (Achtung: Spoiler)

Ein Jahr nach dem Fund der 22 Leichen in den leerstehenden Häusern, observiert die Abhöreinheit Marlo Stanfield noch immer ergebnislos. Durch das fehlende Geld im Bildungsbereich muss der nun immer pragmatischer agierende Bürgermeister Carcetti erhebliche Budgetkürzungen im Polizeibereich vornehmen. Davon betroffen ist auch die Abhöreinheit, welche von den Ermittlungen gegen Stanfield abgezogen werden muss. McNulty, der nach Cedric Daniels’ Beförderung wieder in die Einheit zurückkehrte, wird zur Mordkommission versetzt. Lester Freamon und Leander Sydnor können dank Daniels’ Einsatz aber weiter gegen den korrupten Staatssenator Clay Davis ermitteln. Sie können Davis zwar vor Gericht bringen, dieser kann sich jedoch vor der Grand Jury herausreden, sodass er trotz erdrückender Beweislast freigesprochen wird.

Um für die Fortführung der Stanfield-Ermittlungen die nötigen Polizeiressourcen zu erhalten, fingiert McNulty einen Mord an einem toten Obdachlosen. Mit Lesters Hilfe erfindet er einen Serienmörder, welcher bald die Aufmerksamkeit der Polizeiführung, Öffentlichkeit und in den Medien erlangt. Die von Bürgermeister Carcetti bewilligten Untersuchungsmittel in McNultys fiktivem Fall nutzt Lester, um die Abhöraktion und Observationen gegen Marlo Stanfield fortzusetzen. Da Carcetti als Gouverneur von Maryland kandidieren möchte, nutzt er das öffentliche Interesse an der vermeintlichen Mordserie, um die Versäumnisse der derzeitigen Bundes- und vor allem Staatspolitik, auf deren fehlende finanzielle Unterstützung auch die Kürzungen im Polizeibereich zurückzuführen sind, aufzuzeigen.

Auch die Tageszeitung Baltimore Sun kämpft mit Kürzungen und Mitarbeiterabbau. Um eine gute Story zu erhalten, nimmt es der Journalist Scott Templeton mit der Wahrheit nicht immer genau. Als er, zusammen mit seiner Kollegin Alma, detaillierte Informationen von McNulty über den Serienmörder erhält, täuscht Templeton einen Anruf des Mörders auf seinem Telefon vor. Templeton wird daraufhin von der Chefredaktion beauftragt, weiter über den Fall zu berichten. Der Redakteur Augustus „Gus“ Haynes misstraut jedoch Templetons Geschichte und stellt Nachforschungen an.

Drogenboss Marlo Stanfield lernt derweil von Proposition Joe, wie man Geld wäscht und baut seine Kontakte zu den Griechen aus, welche die von Joe gegründete Koop beliefern. Nachdem die Griechen Marlo als neuen Abnehmer akzeptiert haben und Proposition Joe für Marlo nicht mehr nützlich ist, lässt er diesen töten und übernimmt den Koop-Vorsitz. Des Weiteren will sich Marlo noch immer an Omar, der sich zwischenzeitlich aus dem Geschäft zurückzogen hat, für den letzten Überfall auf die Drogenlieferung rächen. Um Omar aus der Deckung zu locken, lässt Marlo Omars Freund und Mentor Butchie ermorden. Omar kehrt darauf nach Baltimore zurück und beginnt einen Rachefeldzug, bei dem er überraschend am Ende von einem kleinen Jungen erschossen wird.

Lesters Abhöraktion führt zur Verhaftung von Marlo Stanfield und dessen Leuten. Zwischenzeitlich wurden jedoch die Polizeiführung und das Rathaus von Shakima „Kima“ Greggs über McNultys erfundenen Serienmörder informiert. Da Carcetti die Verhaftungen als großen Erfolg feiert und sie politisch für den bevorstehenden Wahlkampf nutzen möchte, entschließt man sich, mit Ausnahme der Entlassung von McNulty und Lester, vorerst nichts zu unternehmen. Stanfields Anwalt Maurice Levy zweifelt die Beweisführung an, da die Verhaftungen laut Polizei nur durch einen Informanten zustande gekommen seien. Dieser Eindruck wird durch den ehemaligen Detective Thomas „Herc“ Hauk, welcher jetzt als Verteidigungsermittler für Levy arbeitet und noch immer seine Kontakte zur Polizei pflegt, bestätigt. Ferner entlarvt Lester einen Spitzel im Gericht, welcher Levy und dessen Mandanten, darunter auch Proposition Joe, mit vertraulichen Informationen versorgt hat. In Anbetracht dieser Umstände, bei dem beide Parteien Schaden nehmen könnten, einigen sich die Staatsanwaltschaft und Levy auf einen Deal. Während Marlo Stanfield unter Auflage, sich aus kriminellen Geschäften zurückzuziehen, freigelassen wird, werden seine Leute zu Gefängnisstrafen verurteilt. Marlos Vollstrecker Chris Partlow, dem der Mord an Michaels Stiefvater nachgewiesen werden kann, muss sich zusätzlich für die 22 Morde in den leerstehenden Häusern schuldig bekennen.

Als ein Nachahmungstäter zwei Obdachlose tötet, kann McNulty dank eindeutiger Spuren den Täter schnell ausfindig machen. Die Unzurechnungsfähigkeit des geistig behinderten Täters nutzt die Polizei, um die anderen gestellten Morde ihm zuzuschreiben, ihre Ermittlung einzustellen und den Fall als gelöst zu betrachten. Der Journalist Scott Templeton und die Baltimore Sun erhalten für ihre Berichterstattung in McNultys Fall den Pulitzer-Preis, obwohl Gus Haynes die Redaktionsleitung auf Templetons erfundene Geschichten aufmerksam gemacht hatte.

Nachdem Carcetti vom designierten Polizeichef Cedric Daniels verlangt, für den anstehenden Wahlkampf um das Gouverneursamt die Polizeistatistiken zu fälschen, damit Carcetti sein zentrales Wahlversprechen als Bürgermeister als eingelöst verkaufen kann, tritt Daniels zurück. Marlo Stanfield verkauft seine Kontakte zu dem Drogenlieferanten an die anderen Drogensyndikate Baltimores. In Gesellschaft des Anwalts Levy übt sich Marlo als Geschäftsmann, seine Herkunft, auf den Straßen Baltimores groß geworden zu sein, kann er aber nicht ablegen.

McNulty muss am Ende seine Polizeikarriere beenden und Lester geht in den frühzeitigen Ruhestand. In weiteren Schlussszenen wird unter anderem Stanislaus „Stan“ Valchek zum Polizeichef ernannt, Daniels ist als Strafverteidiger tätig und seine Freundin, die ehemalige Staatsanwältin Pearlman ist nun Richterin. Des Weiteren wird Carcetti Marylands neuer Gouverneur und Rawls Superintendent der Staatspolizei, während der Drogenhandel und der Kampf gegen Drogen auf den Straßen Baltimores weitergeht.
(Quelle: Wikipedia)

Die Bildqualität ist gut, wenn auch nicht überragend. Die hier vorliegende Version liegt im 16/9 Format vor und wurde remastered. Ausgestrahlt wurde die Serie nämlich ursprünglich in 4/3.

Der Ton ist frontlastig und die Dialoge jederzeit gut verständlich. Nichts außergewöhnliches und keine Effekthascherei, was es auch nicht braucht.

Schlussgedanke: für mich im ‚goldenen Zeitalter‘ der Fernsehserien das Beste was je fürs Fernsehen produziert und ausgestrahlt wurde. Eine Serie, die man sich auch mehrmalig anschauen kann und diese dabei nur gewinnt. Wer der englischen Sprache mächtig ist, soll sich die Serie unbedingt im O-Ton anschauen, auch wenn er Gefahr läuft, vieles (da Street Slang) nicht zu verstehen. Wer auf ‚leichte‘ Abendunterhaltung steht, soll ‚The Wire‘ ignorieren. Wer es aber gerne auch mal zwischendurch etwas intelligenter mag und den ‚Aufwand‘ nicht scheut, wird mit 60 teils grandiosen Folgen belohnt. Suchtgefahr garantiert!
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Zuletzt geändert von BladeRunner1974 am Sonntag 11. November 2018, 17:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasured

Beitragvon BladeRunner1974 » Freitag 3. August 2018, 11:25

Backstock: True Detective (BD)

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,Touch Darkness and Darkness touches you back‘

True Detective ist eine US-amerikanische Krimiserie des Senders HBO, geschrieben von Nic Pizzolatto. Die erste Staffel aus dem Jahr 2014 handelt von zwei Mordermittlern in Louisiana und deren Suche nach einem Serienmörder. In der ersten Staffel führte Cary Joji Fukunaga bei allen Episoden Regie.
(Quelle: Wikipedia)

‚True Detective’ erzählt in acht spannungsgeladenen, mitunter episch anmutenden und sehr sehr intensiven Episoden die fiktionale und in sich geschlossene Geschichte von den beiden Detectives Marty Hart (Woody Harrelson) und Rust Cohle (Matthew McConaughey). Im Südstaat Louisiana des Jahres 1995 ermitteln die beiden ungleichen Polizisten in einem zutiefst grausamen und verstörenden Mordfall mit okkulter Handschrift. Je weiter die Ermittlungen voran getrieben werden, je abgedrehter wird die Geschichte. Die keineswegs leichte Kost ihres Polizeialltages wirkt sich auch negativ auf ihr Privatleben aus. 17 Jahre später passiert ein sich gleichender Mordfall und die ehemaligen Kollegen werden getrennt voneinander verhört in der Hoffnung, geeignete Rückschlüsse zur Aufklärung des Mordes zu erlangen. In Rückblenden wird denn gezeigt, wie der Fall damals aufgeklärt wurde. Auch wird dabei ihr Verhältnis als Kollegen und als Freunde näher beleuchtet.

Puuuuuh, man(n) ist fix und fertig, wenn man sich dieser Serie hingibt. Ich/wir habe(n) selten so etwas Intensives gesehen, das einem auch nachdem man die Flimmerkiste abgestellt hat, noch weiter beschäftigt. Die Atmosphäre ist großartig und ungemein dicht inszeniert. Der Südstaatenmief wird in wunderschönen und epischen Landschaftsaufnahmen perfekt transportiert. Die Bilder sind teils wunderschön, aber auch bedrohlich und verstörend zugleich und könnten locker einem hochkarätigen Spielfilm entstammen. Woody Harrelson und Matthew McConaughey liefern ein sensationelles und fiebriges Schauspiel der Extraklasse ab. Zwei Charakterdarsteller, die sich in dieser Miniserie auf höchstem Niveau duellieren und sich vorzüglich ergänzen. Harrelson als eher geerdeter Typ steht in krassem Kontrast zu McConaughey, welcher der drogen- und alkoholsüchtige Intellektuelle spielt. Der Wahnsinn dieser ambivalenten Figur wird phänomenal von McConaughey ‚gelebt‘. Auch der Sound trägt viel zur Stimmung bei und zehrt mit an den Nerven.

Die Bildqualität ist sehr gut. Die Schärfe ist mit auf Topniveau und bereitet zusätzlichen Sehspass. Nicht eine Referenz-BD-Präsentation, aber ziemlich nahe dran.

Auch die deutsche Audioqualität kann sich hören lassen. Insbesondere aber die englische DTS-HD Master Aufnahme ist dynamisch und feinzeichnend zugleich ausgelegt und somit noch ründer als die deutsche Tonspur.

‚True Detective‘ gehört zu meinen absoluten Lieblingsserien und ist in meinem persönlichen Ranking weit weit oben zu finden. Ein weiteres HBO-Serienhighlight, die mit Abstand das beste ‚Fernsehfutter‘ ever produzier(t)en und hoffentlich weiterhin werden. In meinen Augen ein Must have im Serienhimmel!
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